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Zaandam: Wo Zar Peter zimmerte

 
Das Gebiet nördlich von Amsterdam ist das älteste Industriegebiet Europas, der Zaanstreek. Zaanstad (135 000 Einw.) ist die Stadt, die das gesamte Gebiet umfaßt. In Zaandam am westliche Zaanufer steht das Haus von Gerrit Kist, Krimp 23, in dem Zar Peter 1697 eine Woche verbachte. Das Haus ist aus Holz, umgeben von Stein (1895). König Willem I kaufte es 1818 als Geschenk für seine Schwiegertochter Anna Paulowna, die Tochter des russischen Zaren. Entgegen vieler Legenden lässt sich nur belegen, dass Peter der Große vom 6. bis 15. August des Jahres 1697 in dem Häuschen an der Krimp wohnte, es aber wegen des großen Besucherandrangs kaum verlassen konnte. Am Dienstag, dem 15. August, verließ er Zaandam ohne neue Erfahrungen im Handwerk des
Zimmermanns gemacht zu haben. Danach arbeitete er zusammen mit zehn russischen Freiwilligen in Amsterdam auf der Werft der Ostindischen Kompanie an einem Handelsschiff. Die Bronzefigur auf dem Dam in Zaandam vom Pariser Bildhauer Bernstamm zeigt den Zar und Zimmermann Peter den Großen, 1911 ein
Geschenk von Zar Nikolaus I. an die Zaandamer Bevölkerung.

Im Zaanstreek wurden seit der Erfindung der Holzsägemühle 1594 durch Cornelis van Uytgeest bis ins 18. Jh. hinein Über 600 gebaut. Die meisten standen an der Zaanse Schans, heute ein Museumsdorf, durch eine Brücke mit Zaandijk verbunden. Neben vielen alten Holzhäusern, die bewohnt sind, bestimmen die sechs Windmühlen aus dem 17. und 18. Jh. das Dorfbild des 1948 gegründeten Freilichtmuseums. Allein sechs Museen am Kalverringdijk geben einen Einblick in das Zaandamer Alltagsleben der früheren Jahrhunderte. Der
Museumwinkel Albert Heijn, Kalverringdijk 5, ist eine Kopie des ersten, 1887 in Oostzaan gegründeten Lebensmittelgeschäfts der großen gleichnamigen niederländischen Supermarkt-Kette. Das Noordhuis, Kalverringdijk 17, 1972 von Königin Juliana seiner Bestimmung Übergeben, ist ein Kaufmannshaus aus
dem Jahr 1670 mit antikem Interieur. Das Zaans Uurwerkenmuseum, Kalverringdijk 3, gibt eine Übersicht Über den niederländischen Uhrenbau von 1500 bis 1850.

Im wahrsten Sinne des Wortes herausragend ist die moderne Architektur von Zaandam. Inmitten des klassischen Neubaugebiets Westwatering erhebt sich am Polkahof das Monumento Urbano vom italienischen Architekten Aldo Rossi, 14 m hoch in Form einer fünfstöckigen Torte. Genutzt wird das Backsteingebäude mit vier strahlenförmig vom Mittelpunkt ausgehenden Eingängen als Synagoge. Die Sultan-Ahmed-Moschee ist seit Kulturstätte der 10.000 in Zaanstad lebenden tÜrkischen Gemeinschaft. Zwischen den 25 Meter hohen Minaretten
symbolisieren türkischer Halbmond und das holländische Rot-Weiß-Blau die guten nachbarschaftlichen Beziehungen.

 
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