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Rotterdam - Dritter Teil

 

Nur wenige Meter weiter am Leuvehoofd steht das Denkmal "De Boeg" (28), was an die Opfer des Krieges bei den Seefahrern erinnert. Der Italiener Alfred Carasso schuf die Statuen nehmen dem Überdimensionalen Bug. Im Mittelpunkt des Leuvehaven steht aber das von Ossip Zadkine geschaffene Bronzebild (*) "Die verwüstete Stadt" (1957), Plein 1940, das im Volksmund wegen des Mannes mit offenem Bauch auch "Jan Gat" genannt wird. Wolf Biermann inspirierte das Denkmal für das von deutschen Bombenangriffen zerstörte Rotterdam zu einem
Gedicht mit dem gleichnamigen Titel.

Das (*) Maritime Museum Prins Hendrik (11), Leuvehaven 1, schuf Architekt Quist in Form eines diagonal halbierten Vierecks. Das Gebäude bietet Platz für eine umfangreiche Sammlung zu allem, was mit der Seefahrt zu tun hat. Im Hafen wird eine Über 100jährige Schifffahrtsgeschichte lebendig. 20 Schiffe aus der Zeit von 1850 bis 1950 sind hier zu besichtigen. Der niedrige Leuchtturm stand ursprünglich direkt am Nieuwe Waterweg. Mit den Häusern auf der gegenüberliegenden Seite des Leuvehaven entstanden 1976-1978 zum erstenmal im Zentrum von Rotterdam wieder Wohnungseinheiten. Das IMAX Rotterdam, Leuvehaven 77, bietet einzigartige Kino-Erlebnisse: Die Projektionswand geht über sechs Stockwerke und ist 23 Meter breit.


In Sichtweite des Zadkine-Denkmal steht das Rotterdamer Historische Museum "Schielandhuis" (9), Korte Hoogstraat 31. wird Rotterdamer Stadtgeschichte lebendig. Der (*) Atlas van Stolk repräsentiert eine umfangreiche Sammlung von Zeichnungen. Grafiken, Fotos der niederländischen Geschichte. Das aus dem 17. Jh. stammende Gebäude fungierte ursprünglich als Verwaltungssitz der Wasserbauten der Region Schieland.

Der Rotterdamer Künstler Willem Verbon schuf anlässlich des 650. Geburtstages der Stadt 1990 das Reiterstandbild von Graf Willem IV von Avesnes, Holland und Zeeland vor dem Schielandhuis, der Rotterdam 1340 die Stadtrechte verliehen hatte.


Het Witte Huis, ein 45 Meter hohes Jugendstil-Gebäude, entstand 1898 als erster Wolkenkratzer Europas in Rotterdam auf der Ecke Wijnhaven, Geldersekade. Der Turm, der das Bombardement von 1940 überstand, fällt wegen seiner weißen Backstein-Konstruktion auf. Die in den 80er Jahren entstandenen Wolkenkratzer (drei Wohntürme, Bürogebäude "De Maas" und "Willemswerf") am Ufer der Nieuwe Maas (Boompjes) stellen den Bau aus der Zeit vor der Jahrhundertwende im wahrsten Sinne des Wortes in den Schatten.

Am (**) Oude Haven sind die (**) Kubuswohnungen von Piet Bloom inzwischen eine touristische Attraktion geworden. Zwar schrieb Bloom mit den würfelförmigen Pfahlwohnungen am Overblaak Architekturgeschichte, doch fand der Architekt keine Nachahmer. Die Wohnung am Overblaak 70 ist zu besichtigen. Der bleistiftförmige Hochhausturm (**) "Het Potlood" (der Bleistift) an der Nordseite des alten Hafens stammt ebenfalls aus dem Büro von Blom, dessen Extravaganzen im Baustil unverkennbar sind. Die Rotterdamer Gebäude gelten als Höhepunkt seines Schaffens. Das Viertel rund um den alten Rotterdamer Hafen hat sich zu einem lebendigen Ausgeh- und Einkaufszentrum entwickelt.

Die Sint Laurenskerk (5), Grote kerksplein, ist das größte historische Denkmal von Rotterdam. Das Bauwerk entstand 1449-1525 im Stil der holländischen Spätgotik. Die Bronzetür des Italieners Giacomo Manzu ("Krieg
und Frieden") stammt aus der Phase der Restauration 1968. Im Kircheninnern gibt es drei historische Grabmonumente für niederländische Seehelden (Witte de With, Johan van Brakel und Egbert Kortenaer). Das Interieur ist weitesgehend wieder so hergestellt wie vor dem Zweiten Weltkrieg. Neben der kleinen Orgel steht es auch noch eine moderne große aus dem Jahr 1973 in der Sint Laurenskerk, die nach der Übernahme durch die Protestanten 1572 nur "Grote kerk" genannt wurde. Heute ist der Lorenturm mit dem Hemony-Glockenspiel Eigentum der Stadt, während das Kirchengebäude von einer Stiftung unterhalten wird. Die kubusförmigen Erweiterungsbauten sind vom Architekten Quist, das moderne Taufbecken von Han Petri (1959). Von Hendrick
de Keyser stammte ein hölzernes Oberlicht, das im Laufe der Jh. verloren gegangen ist.

Unübersehbar ist aber das monumentale Standbild für den Rotterdamer Philosophen Desiderus Erasmus (41) auf dem Grotekerkplein, das 1622 nach einem Modell des bekannten Amsterdamer Architekten gegossen wurde, das De Keyser selbst aber nie in voller Größe gesehen hat. Am Marinirsweg ist jeden Dienstag und jeden Samstag einer der größten niederländischen Märkte. Auffallend auch die Rotterdamer Stadtbücherei von Van den Broek und Bakema aus dem Jahr 1983 an der Hoogstraat 10 mit sechs treppenförmigen Etagen. Im
Nationalen Schulmuseum (6), Nieuwe Markt 1, wird nicht nur die niederländische Geschichte des Unterricht deutlich. Die (*) Ontdekhoek, Pannekoekstraat 55, ist eine riesige Experimentierabteilung, wo Kinder mit
Technik basteln und spielen können.

Der Beursplein mit World Trade Center und Beurs (57), Beursplein 37, ist ein Platz mit vielen Läden, Kaufhäusern und Marktbuden. Die Börse entstand in den 30er Jahren nach Plänen der Architekten Staal und Oud. Der runde
Glockenturm markiert den Eingang zum 60 mal 90 Meter großen Börsensaal. Die gebogene gläserne Front bietet eine schöne Aussicht auf den Platz. In den 80er erweiterte man das Gebäude um den 20stöckigen Glas-Koloss des World-Trade-Center, ein 90 Meter hohes Gebäude in Form einer halben Ellipse. Die Statue des früheren Rotterdamer Bürgermeisters Gijsbert Karel van Hogendorp im Eingang der Börse fertigte 1867 der Bildhauer Jozef Geefs. Unübersehbar in der Nachbarschaft vom Beursplein das Warenhaus "De Bijenkorf"(von Breuer und Elzas 1957), Coolsingel 105, sowie das Erasmus-Gebäude, Coolsingel 104. Architekt Dudok baute es als visuellen Abschluss des Coolsingel. Vom russischen Künstler Naum Pevsner (KÜnstlername: Gabo) ist die 40 Tonnen schwere Plastik "Die Konstruktion" (1957) - von den Rotterdamern distanziert einfach nur "Das Ding" genannt.

 
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