Typisch Holland
  Niederländisches ABC
   

Städte und Gemeinden
- Alkmaar
- Amsterdam
- Apeldoorn
- Arnhe(i)m
- Baarle
- Breda
- Delft
- Den Haag
- Deventer
- Dordrecht
- Eindhoven
- Emmen
- Gouda
- Groningen
- Haarlem
- Heerenveen
- 's-Hertogenbosch
- Hoorn
- Kampen
- Leiden
- Leeuwarden
- Maastricht
- Nijmegen
- Rotterdam
- Rotterdam - Der Hafen
- Tilburg
- Utrecht
- Venlo
- Zaandam
- Zutphen
- Zwolle

   
  Provinzen
  NL in Zahlen
  Wirtschaft
  Die Landschaft
  Geschichte
  Sport
  Who is who
  Königshaus
  Deutschland-Niederlande
  Fiets heißt Fahrrad
  Niederländisch sprechen
  Übernachten
  Essen und Trinken
  Goedemorgen
  Arbeiten in Niederlanden
  NL im Ausland
  Niederländische Literatur
  Service
  Kontakt
  Impressum

 

 
Städte und Gemeinden

 

Hoorn (60000 Einw.): Warum Kap Hoorn mit Doppel-O geschrieben wird

 
Die westfriesische Stadt Hoorn an der früheren Zuiderzee gelegen ist untrennbar mit dem ruhmreichen Golden Jahrhundert der Niederlande verbunden. Aber schon vor dem 17. Jh. machten dänische und deutsche Schiffe in Hoorn Halt, einer Siedlung, die an der Mündung der inzwischen zugeschütteten Gouwe in die Zuiderzee lag.
Die Admiralität des niederländischen Noorderkwartiers war im Gefolge des Sieges über die Spanier in Hoorn zu Hause. Ebenso groß war die Bedeutung Hoorns für die Schifffahrt. Ost- und Westindische Kompanie ließen sich hier nieder. Jan Pietersz Coen, 1587 in Hoorn geboren, war Gouverneur der Ostindischen Kompanie, darüber hinaus 1619 Gründer der heutigen indonesischen Hauptstadt Djakarta, das bis 1950 Batavia hieß. Der Name Hoorn ging im wahrsten Sinne des Wortes um die Welt, als Willem Cornelisz Schouten, ein um 1580 in Hoorn geborener Seefahrer, zusammen mit Le Maire 1615-1617 den südlichsten teil von Feuerland (Südamerika) umsegelte und dem Archipel den Namen seiner Heimatstadt gab: Kap Hoorn.

Im Vergleich zu den inzwischen neu entstandenen Wohngebieten nimmt sich der historische Kern von Hoorn relativ klein aus, ist dafür aber noch sehr gut erhalten. In den Sommermonaten findet hier jeden Donnerstag ein großer Markt statt, der (*) "Hartje Hoorn-Markt". Mittwochs verwandelt sich von Ende Juni bis Ende August die Altstadt in einen großen Markt mit unterschiedlichem Warenangebot. Mal sind es die Handwerker, dann die Sammler, ein anderes Mal die Spieler, später die Maler, die Clowns, die sich hier einem großen Publikum präsentieren. An der Rückseite des Bahnhofs macht der (*) Nostalgie-Zug im Historischen Dreieck Hoorn - Enkhuizen - Medemblik Station. Vom Museumsbahnhof beginnt die Fahrt mit einer Dampflokomotive nach
Medemblik; von hier aus geht es mit dem Schiff nach Enkhuizen, wo ein moderner Zug der Nederlandse Spoorwegen für die Rückfahrt nach Hoorn wartet. Das VVV-Büro ist im (*) Statenpoort (1), Nieuwstraat 23. Das Gebäude mit doppeltem Treppengiebel stammt aus der Zeit der holländischen Renaissance (1613). Hier logierten die Abgeordneten Westfrieslands während der Sitzungen im Staten-College. Die Wappen an der Fassade dokumentieren ihre Herkunft: Medemblik, Edam, Alkmaar, Hoorn, Enkhuizen, Monnickendam und Purmerend. über allen thront die Figur des Statthalters , Prinz Moritz. Das Staten-College ist gleichzeitig das Westfriesische Museum, Rode Steen 1. Das Barock-Gebäude stammt aus dem Jahr 1632; der prächtige Giebel datiert allerdings erst aus dem Beginn des 20. Jh. Das Oranje-Wappen beherrscht den oberen Teil der Fassade. Die Oosterpoort (10), Kleine Oost, ist Teil der städtischen Festungsanlagen und einzige Übriggebliebenes Stadttor aus dem Jahr 1578.

 
Ihre Meinung l Ihre Ergänzung l Ihr Beitrag für holland-news.de l Familienbande