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Städte und Gemeinden

 

Den Haag - Zweiter Teil

 

Cornelis van Schuylenburch ließ den städtischen Palast, Huis Schuylenburch (8), Lange Vijverberg 8, 1715 im Ludwig XIV-Stil bauen (Daniel Marot). Der deutsche Kaiser kaufte es 1888 für seine Gesandten. Schuylenburch ist
seitdem Amtswohnung des deutschen Botschafters in den Niederlanden.

Eine Prachtallee ist die Straße Lange Voorhout (10). Hier dominieren die Gebäude der ausländischen Vertretungen. Vom ersten Donnerstag im Mai bis zum letzten Donnerstag im September verwandelt sich die Straße, die bei der Konzipierung der Berliner Allee Unter den Linden Pate gestanden hat, in einen der schönsten europäischen (**) Antik- und Flohmärkte. Das Haager (*) Hotel Des Indes (12), Lange Voorhout 56, inzwischen ein Teil der Crest-Hotelkette, ist unbestritten das erste Haus am Ort. Nicht wenige setzen das am 1. Mai 1881 von Prinz Frederik eröffnete "Des Indes" sogar noch vor das noble Amsterdamer Amstel-Hotel. Die legendäre Tänzerin Mata Hari kehrte hier ein und aus. Äthiopiens Kaiser Haile Selassie wählte das "Des Indes" als Zufluchtsort, während die italienischen Faschisten sein Land in den 30er Jahren besetzt hielten. Die teuerste Rechnung machte allerdings nicht Popstar Prince, als er in den 80er Jahren die Suite für einen Tagespreis von über 1000 Gulden anmietete. Eine spanische Delegation, die das Land auf der iberischen Halbinsel vor dem
Internationalen Gerichtshof von Den Haag vertrat, Übernachtete während der Verhandlungen im "Des Indes". Man pflegte mit Kaviar und Champagner zu frühstücken. Nach einem Jahr endete der Prozess. In Den Haag weiß man heute nicht mehr, worum es dabei ging. Nur die Höhe der Rechnung, die von den Spaniern beglichen werden musste, ist bekannt. Sie soll den Betrag von einer Million Gulden überschritten haben.

Der Königliche Palast (13), Lange Voorhout 74, war ursprünglich ein bürgerliches Wohnhaus. Anthony Patras, friesischer Abgesandter bei den Generalstaaten, lebte dort (18. Jh.). Direkt an der Straße Noordeinde liegt
der Königliche Palast Noordeinde (14), nach der vollständigen Restaurierung 1977-1984 der Arbeitsplatz der Königin in Den Haag.

Scheveningen ist kaum vier Kilometer vom Haager Stadtzentrum entfernt. Wer sich den Weg sparen will, aber trotzdem die Aussicht auf Strand, Dünen und Meer genießen will, muß ins Museum (*) Panorama Mesdag (15), Zeestraat 65b, gehen. Ein Riesengemälde von 120 Metern Breite und 14 Metern Höhe bietet sich dem Betrachter. Von Hendrik Willem Mesdag und seiner Frau Sientje wurde es 1880/81 gemalt. Auch der junge Maler George Hendrik Breitner half bei der Arbeit an einem der größten Gemälde der Welt mit.

Der Haager Friedenspalast, Carnegieplein 2, ist eine 1,5-Millionen-Dollar-Schenkung des Amerikaners Andrew Carnegie, ein Stahlmagnat. Das von Berlage gebaute Gemeentemuseum Den Haag, Stadhouderslaan 41,
beherbergt eine große Vielzahl von Kunstsammlungen. Porzellan, Glas, Möbel und Design stehen dabei gleichgewichtig nebeneinander. Herausragend ist jedoch die große Mondriaan-Sammlung. Die Werke "Dämmerung" (1890), "Selbstbildbnis" (1918), "Die rote Wolke" (1907), "Windmühle im Sonnenlicht"
(1908), "Komposition mit Rot, Gelb und Blau" (1921) und "Komposition mit gelben Linien" (1933) dokumentieren eindrucksvoll das künstlerische Schaffen von Piet Mondriaan, der zu den Wegbereitern der abstrakten Kunst des 20. Jh. gehört.

 
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