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Städte und Gemeinden

Amsterdam (700.000 Einw.): Die dörfliche Metropole

 

Amsterdam ist die Hauptstadt der Jugend Europas. Nirgendwo sonst können sich Jugendliche so unbeschwert austoben wie in der niederländischen Metropole an Amstel und IJ. Amsterdam ist aber auch die Hauptstadt der Jugend, weil es keine bessere Jugendfußballschule weltweit gibt. Ajax - das ist nicht Fußballdrill, das ist die multikulturelle Zusammenarbeit auf dem grünen Rasen - mit Signalwirkung für die moderne Gesellschaft. Amsterdam ist die Hauptstadt der Giebel. Nirgendwo anders auf der Welt gibt es so viele denkmalgeschützte Altbauten aus früheren Jahrhunderten wie eben in Amsterdam. Amsterdam ist die Welt-Hauptstadt der Schwulen. Nirgendwo sonst können sich Homosexuelle so gleichberechtigt fühlen wie eben in Amsterdam. Amsterdam ist die Metropole der Kneipen. Gemütlichkeit oder, wie es im Niederländischen heißt "gezelligheid" wird großgeschrieben, obwohl die niederländische Rechtschreibung keine Großschreibung kennt.
Und dann gibt es in Amsterdam noch eine ganze Menge zu sehen - am besten zuerst mit dem klassischen Grachtenrundfahrt, danach zu Fuß, denn Amsterdam ist bei all dem immer noch eine dörflich anmutende Hauptstadt geblieben. Wer nach Amsterdam mit dem Auto fährt, ist selber schuld. Der Zugreisende hat keine Parkplatzprobleme und ist direkt "mittendrin". Für den von Pierre Cuypers 1890 geschaffenen Bahnhof, der die Innenstadt vom Wasser abtrennt, sollte man sich ein paar Minuten Zeit nehmen und sich vergegenwärtigen, dass
er auf einer Pfahlinsel gebaut wurde. Die gesamte Amsterdamer Innenstadt ist übrigens auf Pfählen gebaut. Bei Neubauten verwenden die Architekten unseres Jahrhunderts allerdings keine Holzpfähle mehr wie noch vor drei oder vier Jahrhunderten, sondern Betonpfeiler.
Vom Bahnhofsvorplatz, der zu jeder Jahres- und Tageszeit ein buntes Bild bietet, führt der neugeschaffene Boulevard Damrak ins Zentrum. Zum Beispiel zum Dam, wo sich die hektische Betriebsamkeit einer modernen Großstadt und Goldenes Jahrhundert begegnen. Sowohl Königlicher Palast wie auch Nieuwe Kerk symbolisieren wie keine anderen Gebäude die BlÜtezeit Amsterdams im 17.Jahrhundert. Welche Stadt konnte sich schon vor 350 Jahren einen "Königlichen Palast" als Rathaus leisten?

Gleich hinter Het Koninklijk Paleis erhebt sich Magna Plaza. Das frühere Postamt wurde im Zuckerbäckerstil umgebaut und repräsentiert nun einen futuristischen Verkaufstempel, der - als einer der ersten des Landes - auch sonntags geöffnet ist, und zwar nicht nur zum Gucken, sondern auch zum Kaufen.
Ein paar hundert Meter weiter erhebt sich ein kleines unscheinbares Denkmal. Het Lieverdje am Spui erinnert an das wilde Amsterdam der 60er Jahre, als Provos das bürgerliche Establishment nicht nur in den Niederlanden erzittern ließen. Geblieben ist die Athenaeum-Buchhandlung; geblieben ist aber auch das Caf‚ Hoppe am Spui, eine der ältesten Kneipen der Stadt. Westerkerk und Anne-Frank-Haus an der Prinsengracht sind ein Muss für jeden Amsterdam-Besucher. Das Haus, in dem sich Anne Frank vor der Gestapo versteckte, gehört zu den am meisten besuchtesten Museen Amsterdams. Auf der anderen Seite der Gracht erstreckt sich der Jordaan, ein altes Wohngebiet, das in den vergangenen Jahren durch behutsame Renovierungs- und Restaurierungsarbeiten jeden Besucher zum Bummeln und Flanieren einlädt. Mode-Freaks und Schnäppchen-Jäger wissen warum.
Der Weg von der Westerkerk führt entlang der Prinsengracht, vorbei am Denkmal für den Jonny Jordaan an der Elandsgracht, zwangsläufig zum Leidseplein. Nur am frühen Vormittag ist hier nichts los. Cafés, Diskotheken, Restaurants, Terrassen, Stadttheater und Casino machen aus dem Platz den bekanntesten und beliebtesten der Niederlande. Am Haupteingang des Vondelpark vorbei erhebt sich das Rijksmuseum mit einer der berühmtesten
Gemäldesammlungen der Welt. Sightseeing-Touristen werden schnurstracks zu Rembrandts Nachtwache geleitet. Wer mehr Geduld hat, kann in dem vom Roermonder Architekten Pierre Cuypers entworfenen Gebäude die Entwicklung der holländischen Malerei anhand von Original-Beispielen verfolgen. Der hinter dem Rijksmuseum liegende Museumplein verdankt seinen Namen aber nicht nur dem Gebäude mit großen Sammlung holländischer Meister, sondern auch zwei anderen, weltbekannten Museen. Das Van-Gogh-Museum widmet sich mit seinen Exponaten ganz dem Schaffen des in Nuenen bei Eindhoven geborenen Malers,
während das Stedelijk Museum ein Tempel der modernen Kunst. Mit dem Über 100 Jahre alten Concertgebouw findet der Platz einen würdigen Abschluss.
Zu Fuß kann man auch Europas buntesten Markt, den Albert-Cuyp-Markt erreichen, der täglich außer sonntags von 9.30 bis 17 Uhr geöffnet ist. Vor allem junge Besucher aus Großbritannien ziehen eine Besichtigung der
Heineken-Brauerei an der Stadhouderskade vor, mit Bierprobe, versteht sich. über die Amstel spannen sich mit der Blauw Brug und der Magere Brug die schönsten der mehr als 1000 Amsterdamer Brücken. Schon von weitem ist das moderne Rathaus der Stadt, kombiniert mit dem Musiktheater, zu sehen. Nicht zu Übersehen der Waterlooplein mit einem der größten europäischen Flohmärkte.
Rund um das Nationale Schifffahrtsmuseum mit der Nachbildung des früheren Ostindienfahrers "Amsterdam" ist ein völlig neues Wohngebiet entstanden: Amsterdam ist und bleibt eben Leben auf und am Wasser.

 
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