Waalwijk. Die Römisch-Katholische Kombination, so die Bedeutung
für RKC, aus der 45000-Einwohner-Stadt Waalwijk ließ
in der niederländischen Liga so manchen Experten aufhorchen.
Die Blau-Gelben aus der Provinz Noord-Brabant konnten am Ende zwar
nicht den direkten Weg in den UEFA-Cup schaffen, rüttelten
aber mächtig an der gewohnten Dominanz der großen Drei
in Holland (Ajax, PSV, Feyenoord). Mal eben über die Fähre
nach Waalwijk die Punkte holen - das lief nicht. Kein einziger Klub
der niederländischen ersten Liga konnte die Mannschaft von
Trainer Martin Jol auf heimischer Anlage bezwingen.
Die Mannschaft der Namenlosen, geformt vom Technischen Direktor
Marcel Brands und den Trainer aus den Haag (Scheveningen), spielte
nicht nur erfolgreich, sondern auch schönen Fußball.
Allein was fehlte, waren die
Tore. Von den ersten acht Mannschaften der niederländischen
KPN-Telecompetitie (so der verkaufte Name der niederländischen
Ehrendivision) efrzielte das Team von Jol (vor 5 Jahren Nachfolger
von Huub Stevens bei Kerkrade) die wenigsten Tore. Mit dem ehemligen
PSV-Spieler Patrick van Diemen (Anderlecht) und Jochen Janssen (einem
Belgier, der zuvor bei Austria und Club Brügge spielte) soll
Abhilfe geschaffen werden.
Vor der Saison hätte niemand etwas gesagt, wenn Trainer Martin
Jol, der seine Laufbahn als Spieler beim FC Den Haag begann, dann
auch für ein Jahr beim FC Bayern spielte, knapp am UEFA-Cup
gescheitert wäre. Irgendwo im Mittelfeld hatten die Experten
die Mannschaft angesiedelt.