Typisch Holland
  Niederländisches ABC
  Städte und Gemeinden
   

Provinzen
- Friesland
- Groningen
- Overijssel
- Drenthe
- Gelderland
- Noord-Holland
- Zuid-Holland
- Zeeland
- Noord-Brabant
- Limburg
- Flevoland
- Utrecht

   
  NL in Zahlen
  Wirtschaft
  Die Landschaft
  Geschichte
  Sport
  Who is who
  Königshaus
  Deutschland-Niederlande
  Fiets heißt Fahrrad
  Niederländisch sprechen
  Übernachten
  Essen und Trinken
  Goedemorgen
  Arbeiten in Niederlanden
  NL im Ausland
  Niederländische Literatur
  Service
  Kontakt
  Impressum

 

 
Streifzug durch zwölf Provinzen - Friesland, 7. Teil
 

Über Zuiderbolwerk und Grachtenbrücke führt ein Abstecher zum Bonifatiusbrunnen und Bittpark. Von der Woudpoort mit der Lügenbank ("Je moutte mar hoare wie 't seit" - Man muss nur wissen, wer es sagt ....) ist der Weg dorthin ausgeschildert. Der Bonifatiusbrunnen ist aus dem Jahr 1884, der Prozessionspark stammt aus dem Jahr 1925; die neoromanische Kapelle (Architekt H. W. Valk) ist jüngeren Datums (1934). Das Bonifatiusbildnis in der Gartenanlage vor der Kapelle ist vom Amsterdamer Bildhauer Bolhuis.

Die Mühle De Hoop (2) ist eine Kornmühle aus dem Jahr 1849 und ist noch regelmäßig in Betrieb. De Zeldenrust (3) ist eine Getreidemühle mit hohen Backsteinunterbau und stammt aus dem Jahr 1862. Beide Mühlen gehören zu den früheren fünf Bastionsmühlen der Stadt.

Die Schleuse Zijl (4) gibt es nicht mehr; dort ist jetzt ein kleiner Brückenplatz. 1583 wurde die Schleuse inmitten des Diep gebaut und verband die beiden Teile der historischen Stadt. Eine gedenkplatte erinnert an die Renovierung 1757. Im Westen der Stadt zwei gusseiserne Fußbrücken (19. Jh.). Lagerhäuser im Südosten der Stadt erinnern an die Zeit, als Dokkum noch Binnenhafen war. Heute legen dort und an den Anlegestellen vor allem Freizeitsegler und Kajütmotorboote an.

An der Stelle des heutigen Rathauses (6) wurde 1608 im nordniederländischen Renaissance-Stil ein Gebäude errichtet, das keinen Vergleich mit Franeker oder Bolsward scheuen musste. Der Kamin (Jacobus Lous aus Haarlem) im grünen Saal erinnert noch daran, daneben noch die Kellergewölbe und dass Justitia-Bildnis auf dem Portal (Lous). Unter Bürgermeister Epo Sjuck van Burmania kam der Rokoko-Ratssaal 1763 zustande mit Schnitzerein von J. Noteboom und allegorischen Gemälden mit Bezug zur Dokkumer Geschichte, die Daniel Reynes aus Zwolle malte.

Kirche d. Vereinigten Christlichen Gemeinde ließ ihr neo-klassizistisches Gotteshaus am Legeweg (11) 1852 von Thomas Romein entwerfen. Die Vereinigung entstand 1796 nach der Verbrüderung der Wiedertäufer mit den Remonstranten in der Stadt. Am in der Nähe gelegenen Sonnemapleintje () erfand Fedde Sonnema Mitte des 19. Jh. seinen "Beerenburger" (71 verschiedene Kräuter werden dem Jenever zugefügt. Der Beerenburger ist auch Bestandteil des "Dokkumjer Kofje".

Die St. Martinuskerk (12) ist die katholische Kirche, 1869 durch Pj. H. Cuypers entworfen, ist eine neogotische Basilika mit 47 Meter hohem Turm. In der südlichen Seitenkapelle steht ein Bonifatius-Altar mit Reliquien. In der
Kirche gibt es eine kleine Sammlung von religiöser Kunst, darunter ein Relief mit Bonifatius-Motiv aus dem 17. Jh. Von 1974 an wurde die Kirche verschiedentlich restauriert.

Die Reformierte Kirche (9), auch Grote Kerk, steht an der Stelle südlich des Marktes, wo vor der Reformation noch ein Kloster war. Die Kirche aus dem 15. Jh. erhielt nach Abriss des Klosters noch ein Nordteil. Die Rekonstruktionsgeschichte legte noch Spuren aus dem Fundament des neunten Jh. bloß. Der Turm der Abtei, auf alten Bildern und Zeichnungen noch abgebildet, wurde erst im 19. Jh. abgebrochen. Sjouke Noteboom entwarf 1751
die Nordwand mit Kanzel und Taufbecken. Die Sargmonumente stammen von Benedictus Gerbrandts und Claes Jelles, die Orgel, die regelmäßig bespielt wird, aus der Werkstatt der Familie Van Dam (1894).

Laurentiusgasthuis und frühere Waisenhaus (10) liegen beide am Markt. Das Laurentius-Hospital ist aus dem Jahr 1839, der Giebel des früheren Waisenhauses aus dem Jahr 1854 (Neo-Klassizismus). Im hinteren Teil des
Gebäudes sind noch Bauten aus dem 17. Jh. zu sehen.

Die Waage (8) an der Breedstraat, wo jeden Mittwoch Markttag ist, wurde am 1. Dezember 1752 fertiggestellt, wie der Giebelstein verrät. Die Aufschrift "Weegt en waakt" deutet auf die Doppelfunktion des jetzigen VV-Büros in
früheren Zeiten hin. Im Erdgeschoss war die städtische Waage, in der ersten Etage die Stadtwache. Zwei Jahre älter ist das Gebäude Kleine Breedstraat 3 mit Glockengiebel aus dem Jahr 1750.

Das Naturmuseum (15) "S. E. Wendelaar Bonga" in der Kleine Oosterstraat 12, einer früheren Schule, stellt methodisch und didaktisch nach modernen Gesichtspunkten geordnet Flora und Fauna der Region in den Mittelpunkt (Wattenküste und Lauwersmeergebiet).

Das Admiraliteitshuis (7) am Diepswal 27 ist das liebevoll zusammengestellte Heimatmuseum im früheren Gebäude der friesischen Admiralität (1618). Es zeigt die Geschichte der Region und verfügt über eine Sammlung von Funden aus Terpen, die in der Zeit von 250 vor unserer Zeitrechnung bis 1000 in Friesland ausgegraben worden sind.


Weiter zum 8. Teil

 
Ihre Meinung l Ihre Ergänzung l Ihr Beitrag für holland-news.de l Familienbande