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Goedemorgen - Holland schaut aufs WM-Finale
 

Die Schnellsprecher von Radio und Fernsehen überschlugen sich: Jörg Böhme darf tatsächlich doch noch mit zur Weltmeisterschaft nach Asien. Erst im
zweiten Augenblick stellt sich der unbefangene Zuhörer und Zuschauer die
Frage: Für wie viele Spiele eigentlich: für sieben (inklusive Endspiel), für sechs (bis ins Halbfinale), für fünf (Viertelfinale), vier (Runde der letzten 16) oder gar nur für maximal drei Spieleinsätze wenn Deutschland nach der Vorrunde schon draußen ist.

Sorgen, die man in anderen Ländern nicht hat, zum Beispiel beim Nachbarn im Western, in den Niederlanden. Dort sind die Vorbereitungen für die Endspielteilnahme in vollem Gange. Unter ausdrücklicher Zustimmung der FIFA bereitet das Amsterdamer Kommunikationskollektiv Kesselskramer, eine der angesehensten Werbeagenturen, das Finale vor. Ein Endspiel zwischen der Nummer 202 und der Nummer 203 der Weltrangliste.
Es wird, als alternatives WM-Endspiel, ebenfalls in Asien ausgetragen. Aber nicht in Japan oder Südkorea, sondern im Changlimithang-Stadion in Thimpu, 5000 Meter über dem Meeresspiegel im Himalaja. Thimpu ist die Hauptstadt von Bhutan, einem der beiden Finalisten, die in diesem alternativen Endspiel um Platz 202 in der Weltrangliste streiten.
Favorit ist aber wohl Montserrat, ein Zwergstaat in der Karibik mit nicht mehr als 4000 Einwohnern. Die Elf aus Montserrat kann immerhin aus dem Jahre 1995 zwei Siege vorweisen (3:2 und 1:0 gegen Anguilla); allerdings gingen die Fußballer von Montserrat, als es im Hinblick auf 2002 um die WM-Qualifikation ging, gnadenlos gegen die Dominikanische Republik unter. Sechsmal musste Keeper Cecvil Lake hinter sich greifen, einmal traf
Spielmacher Wayne Dyer.


Bhutans Fußballvergangenheit sieht weniger rosig aus; man bestritt bisher sieben Länderspiele in Asien; das einzige Tor erzielte der Spieler Chetri, gegen Berti Vogts' Kuwait gab es ein 0:20. Die Werbefritzen aus Amsterdam wollen den Fußball ergründen. "Die Fußballliebhaber in Bhutan und Montserrat sind genauso von ihrem Sport
begeistert wie wir oder die Brasilianer", sagt Matthijs de Jong von Kesselskramer.
Das Ganze findet statt am 30. Juni, dem Tag des richtigen Endspiels bei der WM 2002; einige Stunden vorher treffen die Weltranglistenschlusslichter aufeinander um anschließend gemeinsam das Finale in Yokohama im Fernsehen anzuschauen. Etwaige Gewinne aus der Fernsehdokumentation gehen als Entwicklungshilfe in die beiden Länder des Alternativ-WM-Finales, das von der Amsterdamer Werbeagentur gesponsert wird.

Copyright: Egon Boesten@t-online.de


 
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