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Goedemorgen - Damm, di-damm, di-damm . . .
 

Es war fast wie früher – das Treffen mit den Freunden aus dem deutsch-niederländischen Grenzgebiet. Der Mann mit dem Schnäuzer hatte immer noch als zweites unübersehbares Kennzeichen seine Lederjacke an, der Fußballfiligrantechniker immer noch die gleichen langen Haare wie vor 25 und mehr Jahren, und der Auslandsfußballexperte (kennt alle europäischen Ligen) suchte immer noch, wie früher, diesen einen Musiktitel, der da ging: „Damm – di-damm – di-damm“. Wie hieß das bloß noch?
Bei ihrem schon fast zur Tradition gewordenen Dämmerschoppen während der Schützenfestes in einer kleinen Grenzgemeinde kamen die Erinnerungen, mehr als ein Vierteljahrhundert später, kleckerweise.

„Unvergesslich die Jungs von Hank The Knife & The Jets aus Arnhem.“ Er brauchte nicht lange auf de Reaktion seiner Kollegen aus früheren Zeiten zu warten. „Irre; da haben wir auf den Tischen und Stühlen gestanden und mitgerockt.“ Den legendären Elvis-Verschnitt und Guitar-King aus der niederländischen Stadt auf der anderen Rheinseite gab es nicht mehr. „Aber Oscar Benton tourt noch mit seiner Blues-Band durch die Gegend.“

Zum Thema Golden Earring brauchte keiner für den anderen Erinnerungen zu mobilisieren. Jeder hatte Radar Love oder Dong-dong-dikki-dikki-dong schon mindestens einmal live gehört – in den sechziger oder siebziger Jahren. Fast alle waren sie bei einem Konzert mit holländischen Gruppen gewesen, das heute nicht mehr vorstellbar ist. Es muss 1970 im November gewesen sein, als Ekspetion mit Rik van der Linden und den unendlichen vielen Tastaturen im Dörfchen Millingen auftrat – für sechs Gulden Eintritt. (Für die Euro-Generation: 2,63 Euro). Aber es gab eben dafür nicht nur die Klassik-Rock-Band zu sehen und zu hören, sondern noch einen richtigen Knaller, damals: Brainbox mit der wahnsinnigen Stimme von Kasimir Lux: „Summertime – and the living is easy.“ Niemand hat Gershwin danach auf diese Weise interpretiert.

Die Erinnerungen purzelten hintereinander weg: „Wie hießen die, Mensch, ich habe eine Kassette zu Hause – nicht Ten Years After,nein: Livin’ Blues. Soll es auch noch geben“ – „Cuby and the Blizzard sind auch noch irgendwie im geschäft“, meinte einer. Und nicht zu vergessen: The Shoes, George Baker, Mouth and McNeal, Pussycat oder die Blue Diamond – auf deren Sammelbilder waren damals die Mädchen scharf, während die Jungs Fußballbilder sammelten. Was ist bloß aus ihnen geworden? Und er nahm sich nach diesem wunderschönen Revival mit alten Freunden aus dem deutsch-niederländischen Grenzgebiet vor, sich einfach Spurensuche zu machen. Oder wissen Sie, was aus den holländischen Popgrößen von damals geworden ist? Mailen Sie mir einfach: egon.boesten@t-online.de

Copyright: Egon Boesten@t-online.de

 
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