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Goedemorgen - Deutschland-Magazine: 60.000 Exemplare in Hochglanz
 

"Ich habe zweimal ein Praktikum in Deutschland gemacht und dabei gemerkt, dass sie den Niederlanden weit voraus sind.. Der Pizzakurier, der Visitenkartenautomat. Ich esse schon seit Jahren süßen Senf; den gibt es
erst seit kurzem bei Albert Heijn."

Von Egon Boesten

Amsterdam. Mit durchaus gemischten Gefühlen ist die erste Nummer des neuen, in niederländischer Sprache erscheinenden Duitsland Magazine (Deutschland-Magazin) im Nachbarland aufgenommen. Jetzt hat sich Herausgeber Maarten Schuttel, seit sieben Jahren vor allem im Anzeigenwerbegeschäft erfolgreich zu Wort gemeldet und meint zur Flutkatastrophe in den Elbregionen: "80.000 sind obdachlos. Man ist nicht gegen den Schaden versichert. Dann siehst du im Fernsehen so einen jungen Unternehmer, der seinen Laden gerade auf Vordermann gebracht hatte. Alles weg." Und weiter: "Es wäre gut, wenn wir (die Niederländer) uns etwas solidarisch zeigten."

Maarten Schuttler, dessen erstes Duitsland Magazine im Juni in einer Auflage von 60.000 in den Niederlanden angeboten wurde, glaubt, dass viele seiner Landsleute die Ansicht vertreten: Die Wirtschaftswunderkinder werden es schon selbst hinkriegen."

Unabhängig von uralten niederländischen Ressentiments fordert der Magazin-Herausgeber seine Landsleute auf: Wenn dich eine Katastrophe oder ein Unglück trifft, muss man dir helfen, unabhängig von der Frage nach den
Verantwortlichkeiten."

Schuttler selbst beantwortet die Fragen nach seinem Deutschlandfaible in der Amsterdamer Tageszeitung Het Parool: "Ich habe zweimal ein Praktikum in Deutschland gemacht und dabei gemerkt, dass sie den
Niederlanden weit voraus sind.. Der Pizzakurier, der Visitenkartenautomat. Ich esse schon seit Jahren süßen Senf; den gibt es erst seit kurzem bei Albert Heijn."

Und dann kommen seine Fakten für ein derartiges Magazin den Niederlanden, das in deutscher Sprache erst nach vergleichbaren Magazinen für Frankreich, Italien, Spanien, Belgien, Japan, England und Australien in
diesem Jahr zum ersten Mal viermal pro Jahr auf den Markt gebracht wird: Deutschland und die Niederlande sind wichtige Handelspartner, zwei +Millionen Niederländer machen jährlich in Deutschland Urlaub, die meisten
gemischten Ehen gibt es zwischen Deutschen und Niederländern; 300.000 Niederländer haben eine persönlich-familiäre Beziehung zu Deutschland; die Grundstückspreise sind in Deutschland vier- bis achtmal niedriger als in den
Niederlanden. Eins von drei Häusern in Nordrhein-Westfalen wird an Niederländer verkauft. 125.000 Niederländer leben bereits als Auswanderer in der Bundesrepublik.

Ein genügend großer Markt also für ein Blatt wie das neue Duitsland Magazin?

Im angesehen Algemeen Dagblad in den Niederlanden urteilt man skeptischer: Die Unterstützung durch deutsche Botschaft und deutsches Verkehrs- und Touristikbüro lässt den Ton etwas zu sehr sachlich erscheinen.
Die Bewohner des Landes kämen in der ersten Ausgabe (4,50 Euro) zu wenig selbst zu Wort. Nur der Artikel zu den Unterschieden in der Kleidung zwischen Deutschen und Niederländer gefällt dem AD-Rezensenten: In
Deutschland scheine die Mode der Frau aus ein- und derselben Fabrik zu kommen."

Copyright: Egon Boesten@t-online.de

 
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