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Deutschland - Niederlande - Spuren der Niederlande in NRW
 

Nordrhein-Westfalen/Niederrhein. Die Alte Mühle in Donsbrüggen, der spätgotische Hochaltar in der Nikolai-Kirche von Kalkar oder die Parkanlagen im Moritz-von-Nassau-Park in Kleve – die Niederländer haben seit vielen Jahrhunderten ihre Spuren vor allem in Westdeutschland und in besonderem Maße am Niederrhein hinterlassen. Die Deutsch-niederländische Gesellschaft in Berlin bemüht sich seit der Wende darum, sie nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Angegeben sind Besichtigungszeiten und Informationsmöglichkeit. Dr. Ilse Kunz und die Autoren der „Spuren der Niederländer in Westdeutschland“ bringen die Verbindung Deutschland – Niederlande auf den Punkt: „Während in anderen gebieten Deutschlands durchaus Peiroden wichtigsten niederländischen Einflusses sich mit relativ einflusslosen Abschnitten abwechseln, fällt für den Niederrhein die Kontinuität der Beziehungen auf.

Aachen
Couven-Museum, Hühnermarkt 17: niederländische Fayence-Fliesen, 16. bis 19. jH., Uhrenmacher Jan Beegelaar aus Amsterdam
Kathol.Pfarrkirche St. Nikolaus, Großkölnstr. 3: Kreuzigungsbild im barocken Hochaltar stammt vom Rubensschüler Abraham van Diepenbeeck (1596-1675)
Suermondt-Ludig-Museum, Wilhelmstr. 18: Gemäldegalerie mit Werken von Pieter Lastman, Frans Hals, Jan van Goyen, Jan Vermeer und Jan van Dyck

Ahaus
Schloss Ahaus, Sümmermannplatz 1: im flämischen Barockstil von Ambrosius von Oelde 1689/97 erbautes Residenzschloss der Bischöfe von Münster in der im ovalen Grundriss angelegten Stadt mit niederländischem Grachtentyp

Bedburg-Hau
Schloss Moyland, Moyländer Allee: Wasserburg niederl. Typs, viele Jh. Im besitz der niederl. Familie Steengracht, ehe es 1997 Museum für moderne Kunst mit der großen Beuys-Sammlung wurde; Inspiratoren waren die Kranenburger Brüder Franz und Hans van der Grinten

Dahlem
Trappistinnen-Abtei Maria Frieden, Ursprungstr. 40: 1953 von niederländischen Schwestern aus Berckel-Enschot gegründet


Dinslaken
Pfarrkirche St. Vicentius: gotische Hallenkirche mit Hochaltar, 1480/90 von einem Brüsseler Meister geschnitzt, einer der ältesten Altäre am Niederrhein

Donsbrüggen
Alte Mühle: Wallholländer, Achtkantmühle, verschindelt, mit Windrose

Dormagen
Stadtmühle Zons: Galerieholländer auf spätmittelalterlichem Turm

Elten
Gerritsens Mühle: Wallturmholländer mit eingeschnittener Einfahrt, Sa, 9-13 Uhr (März bis Oktober

Emmerich
Evangelische Christuskirche, Geistermarkt: erbaut vom Amsterdamer Architekten Arnold van der Leen (1688-1715) nach dem Vorbild der Amsterdamer Oosterkerk

Freudenberg
Stadtkern Alter Flecken: Nach einem Plan des Fürsten Moritz von Nassau-Siegen (wegen seiner Tätigkeit als Generalgouverneur in Brasilien nur der Brasilianer genannt) und des niederländischen Architekten Pieter Post nach 1666 mit Fachwerkhäusern angelegt, bis heute unverändert erhalten geblieben

Haaren-Waldfendt
Haarener Mühle: Bergholländer gemauert

Isselburg
Wasserburg Schloss Anholt: Residenz im Stile des niederländischen Barock mit wertvollen Gobelins und großer Gemäldesammlung niederländischer Meister

Kalkar
Kathol. Pfarrkirche St. Nikolai: spätgotischer Hochaltar mit 200 geschnitzten Figuren und Gemälden vom Altniederländer Jan Joest
Mühle Kalkar am Hanselaer Tor: Galerieholländer – Turmwindmühle

Kevelaer
Kerzenkapelle, Kapellenplatz: Die Zugehörigkeit zu den spanischen Niederlanden ermöglichte ab 1641 den Ausbau zur katholischen Wallfahrtsstätte mit dem Gnadenbild der Mutter Gottes von Luxemburg; die erste Wallfahrtskirche wurde 1643/45 von hendrik van Arssen erbaut.

Kleve
Moritz-von-Nassau-Park: Von der einstmals barocken Anlage sind noch teile vorhanden – das Amphitheater von Jacob van Campen am nördlichen Hang des Springberges, die Minerva-Staue von Artur Quellinius (das Original steht im benachbarten Museum Kurhaus)


Köln
Geusenfriedhof, Weyertal/Kerpener Str.: 1576 angelegter, erster evangelischer Friedhof für niederländische Glaubensflüchtlinge, Grabsteine aus dem 16. bis 19. Jh.

Kranenburg
Wallfahrtskirche St. Peter und Paul, Kirchplatz: erbaut vom niederländischen Baumeister Gisbert Schairt aus Zaltbommel

Marienmünster (bei Höxter):
Ehem. Benediktinerkloster, Niedernstr.: seit 1966 Niederlassung der in den Niederlanden gegründeten Kongregation der unbeschützten Kleriker des heiligen kreuzes und Leidens unseres Herrn Jesus Christus

Moers
Luise-Henriette-Denkmal, Kastell 9: Die Statue vor dem Schloss erinnert an die Kurfürstin Luise Henriette von Oranien, deren Heirat den Übergang der Grafschaft Moers von den Oraniern an Brandenburg-Preußen symbolisiert

Münster
Rathaus, Prinzipalmarkt: Im Friedenssaal wurde 1648 der Westfälische Frieden nach Beendigung des 30-jährigen Krieges unterzeichnet
Pfarrkirche Lamberti, Lambertikirchplatz: Am Turm hängen drei Käfige, die der Bischof mit den Leichen der 1536 hingerichteten Wiedertäufer aufhängen ließ

 

 

 

Krameramtshaus, Alter Steinweg 6: 1648 erlangten die Niederlande nach Unterzeichnung des Friedensvertrages mit Spanien ihre Unabhängigkeit; heute Zentrum für Niederlandestudien in Deutschland.

Neunkirchen-Vluyn
Alte Mühle in der Dong: Turmwindmühle; Info: Tel. (0 28 45) 390 61

Nordkirchen:
Schloss: Bedeutende barocke Schlossanlage Westfalens (1703); niederländische Fayencen und eine bedeutende Gemäldesammlung (Rubens, Stehen, Rembrandt u. a.)

Ochtrup:
Wasserburg Welbergen: Familienstiftung Jordaan-van Heek (seit 1960), die Austausch von Kunst und Wissenschaft zwischen Deutschland und den Niederlanden dienen soll

Siegen
Nikolaikirche, Markt: Ehem. Gruftkirche der Grafen von Nassau; 1577 wurde Peter Paul Rubens in Siegen geboren

Wachtendonk
Haus Püllen, Feldstr. 35: ältestes Denkmal der Stadt mit niederländischen Glockengiebeln, heute Informationszentrum für den Naturpark Maas-Schwelm-Nette

Xanten
Dom: Gotische Stiftskriche (1263-1519): niederländische Architekten wirkten mit (Schairt van Bommel und Willem Backenwerp); Altare aus dem 16. und 17. Jh.
Kriemhild-Mühle: Galerieholländer, Turmwindmühle auf der Stadtmauer; täglich geöffnet; Info: (0 28 01) 65 56

Deutsch-niederländische Gesellschaft (Hrsg.):

„Spuren der Niederländer in Brandenburg und Berlin“ (Bd. I), 4 Euro

„Spuren der Niederländer in Norddeutschland“ (Bd. II), 7,50 Euro

„Spuren der Niederländer in Westdeutschland“ (Bd. III), 6,50 Euro

„Spuren der Niederländer in Süd- und Mitteldeutschland“ (Bd. IV, erscheint im November 2003)

Bezugsquelle: Deutsch-niederländische Gesellschaft Berlin, Alexanderplatz 5, D-10178 Berlin, E-Mail: vorstand@dng-berlin.de; Internet: www.dng-berlin.de

 
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