Typisch Holland
   

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Niederländisches ABC
 

N wie norwegische Brüder

Die norwegischen Brüder:
Minuten lang grüne Seife in den Mund als Strafe für ein "fieses" Wort

Almelo. Sie durften bis vor kurzem nicht fernsehen; ihre Frauen mussten Röcke tragen und die Kinder durften ausschließlich evangelische Schulen besuchen. Die Norwegischen Brüder waren in den Niederlanden eine kleine stockkonservative Glaubensgemeinschaft mit 2500 Mitgliedern. Jetzt ist die Gruppe in den Niederlanden ins Gerede gekommen. Ein ehemaliges Mitglied hat die Glaubensgemeinschaft wegen Kindesmisshandlung in Almelo (nahe der deutsch-niederländischen Grenze auf Höhe von Nordhorn) angezeigt. Ein 34-jähriger Mann sagte vor der Polizei aus, er sei, ebenso wie viele andere Altersgenossen, in jungen Jahren von Anhängern der norwegischen Brüder im Namen Gottes gezüchtigt worden.

Der Ankläger, der seit acht Jahren der Bewegung nicht mehr angehört und sich, aus Furcht vor Repressalien, erst jetzt zur Aussage entschloss: Eltern würden angehalten, ihre Kinder zu schlagen. "Ich wurde regelmäßig
misshandelt", sagt der Mann aus Almelo. Und wenn man ein fieses Wort sagte, bekam man minutenlang grüne Seife in den Mund gestopft. Ich war mehrere Male so weit, Selbstmord zu begehen."

20 weitere Leidensgefährten hätten ihm bestätigt, ebenfalls misshandelt worden zu sein. Gegenüber der niederländischen Nachrichtenagentur ANP sagt der Kläger, seine Eltern hätten ihn um Vergebung gebeten. Angezeigt habe er die ideologischen Führer der Glaubensgemeinschaft aus der Zeit der 80er Jahre. In einem Gespräch mit der Sekte hätten die Vertreter versucht, alles zu bagatellisieren. Ein Sprecher der Norwegischen Brüder sieht einem möglichen Prozess gelassen entgegen: "Wenn er meint, dass ihm und anderen Unrecht geschehen sei, ist es hervorragend, dass er Anzeige erstattet."

Die Christliche Gemeinschaft beschreibt sich selbst: "Manche nennen uns die "Norweger-Gemeinde", weil sie ihren Ursprung um die Jahrhundertwende herum in Norwegen hatte - bis heute wird sie dort auch "Smiths Freunde" genannt. Zur Zeit zählen wir so etwa zwischen 25 000 und 35 000 Freunde, die sich auf zahlreiche Gemeinden in mehr als 55 Ländern aller sechs Kontinente verteilt. Wir sind eine freie Gemeinde, die die Bibel als Grundlage und Richtschnur ihres Lebens ansieht. Wir glauben an das Evangelium - die frohe Botschaft-, weil wir selbst seine Bedeutung in unserem persönlichen Leben erfahren haben." Gegründet wurde die Bewegung 1905 durch einen norwegischen Seemann.

 

 
 
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