Typisch Holland
   

Niederländisches ABC
- B wie van Basten
- C wie Chinesen in den
Niederlanden

- D wie Drogen
- G wie gelbe Nummernschilder
- H wie van den Hoogenband
- L wie Leuchtturm
- M wie Matjes
- N wie norwegische Brüder
- P wie pinkeln
- S wie Stau
- W wie Wilhelmus

   
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Niederländisches ABC
 
H wie van den Hoogenband auch B wie Inge de Bruijn

Der Peter-und-Inge-Effekt in den Niederlanden fördert den Bau von
Schwimmsportstätten

Eindhoven. Spaßbäder sind out - Schwimmsportbäder sind in: Seit den grandiosen Olympiasiegen von Inge de Bruijn und Pieter van den Hoogenband denkt man deutschen Nachbarn im Westen um. Nicht der Bau von Spaßbädern mit Rutschen, Whirlpools und künstlichen Stromschnellen steht obenan auf der Liste der Stadtväter, sondern der Bau von Schwimmbädern mit entsprechenden Bahnen. Insgesamt 20 Pläne für nationale Topsportstätten sind inzwischen bei der niederländischen Dachorganistion NOC*NSF eingegangen, wie Direktor
Marcel Sturkenboom gegenüber der niederländischen Presse mitteilte.

Während die beiden Top-Stars nach Olympia von einer Veranstaltung zur anderen als neue Bekende Nederlanders (berühmte Niederländer) weitergereicht wurden (Inge de Bruijn stand Patin für eine Dessous-Serie), wollen die Städte und Gemeinden die Goldmedaillen von Van den Hoogenband und De Bruijn
versilbern, zusätzliches Geld beim Staat für den Bau von Schwimmbädern locker machen - nicht ohne Perspektive.

Fünf niederländische Städte sind dabei im Rennen um den Bau eines nationalen Top-Schwimmstadions. Der Peter-und-Inge-Effekt läßt grüßen. Kurz nach den ersten Erfolgen der beiden Goldfische aus Eindhoven registrierte man beim örtlichen PSV, Heimatklub von Pieter van den Hoogenband und Inge de Bruijn mehr als 500 Neuanmeldungen. Eine Delegation aus Eindhoven hat sich unter der Leitung von Trainer Jacco Verhaeren (belgischer Trainer der beiden holländischen Olympiasieger) bereits im englischen Manchester und Sheffield
umgesehen und dort Hallen für den Hochleistungssport Schwimmen besichtigt.

25 Millionen Gulden (22,5 Mio. Mark) hat die niederländische Regierung für entsprechende Projekte bereit gestellt. Marcel Sturkenboom: "Wir werden die Pläne steuern - sodass wir nicht auf einmal mit fünf neuen Schwimmparadiesen in den Niederlanden sitzen." Während die niederländische Dachorganisation für den nationalen Topsport in Arnhe(i)m den Bau eines Olympischen Trainingszentrums plant, sind die Eindhovener schon dabei Fakten zu schaffen. Arie Heesterbeek, Direktor des Schwimmbades: "Unser 50-m-Bad
bekommt einen Qualitätsimpuls." Im Süden der Philips-Stadt soll demnächst ein nationales Schwimmstadion entstehen. Heesterbeek: "Wir haben den Verein, das Talent, das Gelände, die sehr aktive Stiftung Topschwimmen; Eindhoven profiliert sich als Sportstadt."

Der Königlich-Niederländische Schwimmverband (KNZB) registriert seit Sydney ein landesweit großes Interesse, Schwimmbäder zu bauen. "Die Chance dürfen nicht vorbei gehen lassen", sagt Ad Roskam vom KNZB und verweist auf andere europäische Länder. "Es ist frustrierend für uns zu sehen, dass vergleichbare Länder wie Portugal, Griechenland oder Finnland schon lange über entsprechende Anlagen verfügen." Und: "In England hat man nach dem Debakel von Atlanta zwölf Schwimmbäder mit olympischen Abmessungen aus dem Boden gestampft."

Dagegen müssen in den nächsten Jahren einige der insgesamt 600 Schwimmbäder in den Niederlanden wegen Überalterung ihre Pforten schließen. Jetzt hofft man bei den Funktionären auf die von Den Haag aus angekündigten Millionen-Beträge für neue Topsportstätten.

15-Okt-2000

 

 
 
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