Bereits viele Stunden, bevor Thialf seine Tore öffnet, stehen sie sich die Füße platt – ohne sich zu langweilen. Holländische Blaskapellenmusik sorgt für den Schwung, der eine oder andere Tropfen sorgt für Gelöstheit.
„Heerenveen is Heineken“ – das stimmt in zweierlei Hinsicht nicht (mehr). Die Ausschankrechte im niederländischen und weltweiten Eisschnelllauf-Mekka hat der belgische Bierkonzern Interbrew, Heineken muss draußen bleiben.
Wer denkt, dass ausgiebiger Alkoholkonsum bei sportlichen Massenveranstaltungen am Rande des Krawalls balanciert, sieht sich beim Eisschnelllaufen im Allgemeinen und im friesischen Heerenveen im Besonderen vollkommen getäuscht. Die Sportler – ob Topläuferinnen à la Friesinger und Pechstein oder Außenseiter wie die Ungarin Krisztina Egyed – sie alle können sich der Unterstützung des enthusiastischen niederländischen Eisschnelllaufpublikums sicher sein. Auf der Bahn und außerhalb der Bahn regiert das Shake-hand, man
geht respektvoll miteinander um und freut sich auch über die Leistungen des anderen oder der anderen. Eisschnelllauf ist ein wirklich schöner Sport im Allgemeinen und in Heerenveen ein wirklich schöner Sport im Besonderen. Warum geht es nicht anderswo (Fußball, Eishockey usw.) genau so?
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