Niederlande: Es wurde weniger gemordet
Amsterdam (es). Nach den ersten sieben Monaten des Jahres steht fest: Es wurde in den Niederlanden weniger gemordet. Wie das niederländische Meinungsblatt Elsevier Mittwoch vermeldete, fanden vom 1. Januar bis zum 31. Juli 2006 insgesamt 101 Männer und Frauen gewaltsam den Tod; im Jahr zuvor waren es noch 116 für den gleichen Zeitraum gewesen ermordete. Das rechtsliberale Blatt stellt nach dieser (eigenen) Untersuchung fest: „Das ist niedrigste Mordziffer seit 15 Jahren. In den 90er-jahren gab es pro Jahr durchschnittlich 250 Morde; 2004 waren es 204. Eine mögliche Erklärung sei das härtere Durchgreifen der Polizei bei illegalem Waffenbesitz, so das Blatt mit dem prominenten Kolumnisten Leon de Winter; auch sei die sinkende Zahl von Asylbewerbern im Land mitverantwortlich, schreibt Elsevier. Parallel dazu veröffentlichten niederländische Medien die beliebtesten Arbeitgeber. Die Polizei rangiert hier vor den großen Konzernen wie Philips, Shell, ABN-AMRO oder der Rabobank.
Im Jahr 2005 erhielt Amsterdam den inoffiziellen Titel Mord-Stadt Nummer 1 – mit 32 gewaltsamen Tötungen, vor Rotterdam (26) und Den Haag (15); die viertgrößtre Stadt des Lande, Utrecht, rangiert in dieser wenig attraktiven Rangliste mit nur zwei Tötungsdelikten.
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