Ein hemmungsloser Mensch»
Wie Rembrandt vom kulturlosen Rabauken zum volksnahen Genie mutierte
Im 17. Jahrhundert schildern die Biografen Rembrandt als einen kulturlosen Rabauken mit einer Vorliebe für Küchenpersonal - vulgär und auf Gewinn aus. Vor diesem Hintergrund ist es erstaunlich, welchen Wandel in der Rezeption das 19. Jahrhundert vollzieht: Ihm gilt der schlechte Umgang als Volkstümlichkeit, die Rücksichtslosigkeit des Künstlers wird als Ausdruck seiner Genialität umgedeutet. Dieser Wandel prägt auch das Rembrandt-Denkmal von Louis Royer, das 1852 in Amsterdam aufgestellt wird.
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