Das Paradies - ein unmenschlicher Ort
Cees Nootebooms Bekenntnis zur Welt, wie sie nun einmal ist, und zu ihrer ungewissen Bahn - Buch der Woche
von Alexander von Bormann
Deutsche Nooteboom-Leser begegnen seinem neuen Roman wohlgerüstet, fing doch ihre Begeisterung für den niederländischen Erzählkünstler in den frühen neunziger Jahren mit dem Roman "Die folgende Geschichte" an, deren Grundmuster auch seine neueste Veröffentlichung, "Paradies verloren", bestimmt: zwei Teile, die kunstvoll ineinander verhakt sind, zugleich so beiläufig-selbstverständlich wie Leben und Tod, Schein und Wesen, Märchen und Wirklichkeit. Und zugleich läßt sich das neue Buch des wohl bekanntesten holländischen Schriftstellers der Gegenwart auch als Gegenstück besagter "Geschichte" lesen, als Widerruf der Feier von Untergängen.
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