Amsterdam (boe). Fußballer sollen selbst die Provision an Spielervermittler bezahlen, die sie bei einem anderen Verein unter Vertrag gebracht haben. Diesen Vorschlag machte Louis van Gaal, Technischer Direktor von Ajax Amsterdam, drei Tage vor dem Beginn der ersten Runde in der Champions League. „Der Berater verdient manchmal unglaublich viel an den Wechseln. Ich glaube, dass viele Spieler sich erschrecken würden, wenn sie wüssten wie viel.“ So bekam Spielervermittler Streford für den Wechsel von Englands neuem Wunderstürmer Rooney von Everton zu Manchester United 2,2 Mio. Euro. In den niederländischen Ehrendivision steht Van Gaal mit seiner Meinung nicht allein. „Bei Ajax versuchen wir, direkt Kontakt mit dem entsprechenden Klub aufzunehmen, sodass wir eine Menge Taschenfüller raushalten.“ Die Tarife in den Niederlanden liegen bei fünf Prozent eines Spielergehaltes, die der Makler vom einkaufenden Klub erhält. Louis van Gaal, der gerade Zlatan Ibrahimovic in Richtung Juventus Turin abwandern sehen musste, praktiziert inzwischen Elternabende für Vater und Mutter talentierter Fußballer. Dabei können sich Spielervermittler vorstellen. In den Niederlanden gibt es 55; im Jahre 2001 war es gerade mal ein Drittel. Louis van Gaal süffisant: „Dann müssen sie die Hosen herunter lassen.“
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