Groningen (boe). In den meisten niederländischen Betrieben gibt es ein Rauchverbot; ob es eingehalten wird – das kontrolliert der 33-jährige Feije Dillema aus Friesland. Seiner Nase entgeht nichts. Der halbstaatliche Kontrolleur von Drank, Horeca en Tabak voor de Voedsel en Waren Autoriteit (VWA) merkt auch, wenn klammheimlich in einem Laden oder in einem Betrieb geraucht worden ist.
Der Mann aus Friesland kommt unangekündigt. Mit seinem Faible für gute Weine ist er ganz besonders prädestiniert, die Verstöße gegen das Rauchverbot herauszuriechen. Verstöße werden nicht gleich mit Bußen geahndet, sondern mit Ermahnungen und Verwarnungen. Im Baby- und Spielzeugladen Baby Pander Plus in Groningen endet sein Kontrollgang negativ: keine versteckten Raucher. „Das passiert hier auch nicht“, erklärt die Besitzerin Joke Smelting gegenüber der Regionalzeitung Dagblad van het Noorden. Zwei der sechs Mitarbeiter rauchten, gingen aber zur Zigarettenpause nach draußen vor die Tür, sagt sie. Der Rauchinspektor ist der gleichen Meinung: „Hier wird nicht geraucht.“ Joke Smelting: „Rauchen, Schwangerschaft und Babys, das passt nicht.“
Auch bei der Inspektion eines Kräuter- und Kochladens kommt Feije Dillema keinem Übeltäter auf die Spur. Zehn Anzeigen erhält die Behörde aus dem Norden der Niederlande im Schnitt. 1200 Kontrollen wurden bisher durchgeführt. Im Unterschied zum übrigen Land seien die Widerstände gegen die Antirauch-Kontrollen im Norden (Groningen, Friesland, Drenthe) sehr gering. Feija Dilemma glaubt, dass dies alles eine Frage der Zeit sei: „Früher gingen wir mit Zigarette ins Krankenhaus und saßen einem Arzt gegenüber, der an seinem Schreibtisch Zigarette rauchte. Das würden wir heute nicht mehr akzeptieren.“
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